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Pressemitteilung vom 05.02.2012:

Linke/Liste Solidarität kritisiert
Schönbeterei für Opelforum

Alljährlich veranstaltet der Eigenbetrieb Kultur seinen Neujahrsempfang, oft angereichert mit interessanten Vorträgen, die verschiedene Aspekte der Kulturpolitik beleuchten. In diesem Jahr verließ der städtische Eigenbetrieb allerdings diese Linie. Ob aus eigenem Antrieb oder gedrängt, hielt man es für notwendig, sich in die Reihe der Schönbeter des Opelforums einzuordnen.

Es wurde der Mietredner Dr. Dieter Haselbach, Geschäftsführer der Culturplan Unternehmensberatung Berlin, eingeflogen, der schon bei der Erstellung des Kulturprofils mit seinem Auftreten für Aufgeregtheiten sorgte. Dieser sang ein hohes Lied - witzig und intellektuell verklärt - auf den Wandel an sich.

Unterscheidungen zwischen Wandel zum Positiven oder zum Negativen kamen, so die Kritik des linken Stadtverordneten Karl-Heinz Schneckenberger, in seiner Rede nicht vor. Sollten sie wohl auch nicht, denn für die Veranstalter soll das Einkaufszentrum im Opelforum offenbar einen Wandel zum Positiven darstellen. Entsprechend war das auch der Grundtenor in der Rede des Leihredners, wenn auch nicht offen ausgesprochen. All denen, die kritisch zu dem Projekt stehen, unterstellte Herr Haselbach Angst vor Veränderungen.

Nein, Herr Haselbach, wir haben keine Angst vor Veränderungen, uns graut aber davor, wenn denkmalgeschützte, für Rüsselsheim unersetzliche Gebäude einem schnöden Einkaufszentrum zum Opfer fallen sollen. Die Vernichtung wichtiger Kulturgüter durch den Abriss großer Teile des Opel Altwerks, hielt Herr Haselbach allerdings für nicht erwähnenswert. Sollte sich nicht gerade ein Kulturbetrieb darüber Gedanken machen?

Auch eine Unterscheidung zwischen dem Einkaufszentrum, was ja der Grund für den Abriss und die jahrelange Diskussion ist, und dem übrigen Opel Altwerk, etwa dem Autowerk, fand zu keinem Zeitpunkt statt.  Nachsicht kann man ja noch für den Mietredner Haselbach aufbringen, dem sicher aus der Ferne die Problematik der Rüsselsheimer Diskussion nicht bekannt ist. Die Veranstalter jedoch haben ihre Aufgabe verfehlt. Aufgabe von Kulturpolitik ist es nicht Positionen einseitig nachzubeten, sondern den Diskurs über kontroverse Themen zu organisieren und zu fördern betont die Linke/Liste Solidarität.

 

 

   
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