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03.05.2018

Facebook-Kommentar von Heinz-Jürgen Krug

Ein paar Worte zu “Ich werde nicht schweigen”

Am Donnerstag abend in der Gerhart-Hauptmann-Schule auf Einladung des Wahlpflichtkurses Geschichte 10 und der Stolpersteininitiative im “Preview” der ZDF-Film “Ich werde nicht schweigen". Ein sehenswerter und mich beeindruckender Film. Und einige spannende Diskussionsbeiträge danach. Ein Einwand war, der Film ( https://presseportal.zdf.de/pm/ich-werde-nicht-schweigen/ ) konzentriere sich zu sehr auf das Einzelschicksal einer Frau (Margarete Oelkers, gespielt von Nadja Uhl) 1949 und deren brutale psychiatrische Behandlung. Dass es ein Film ist, der über die Massenmorde der Nazi-"Euthanasie-Programme" aufklären soll, käme dabei zu kurz. Nun kann ein einzelner Film von knapp 90 Minuten sowieso nicht diese Verbrechen einigermaßen vollständig darstellen. Und da das Vorbild der Frau im Film die Großmutter der Regisseurin war, ist deren Fokus auf das Handeln und Behandeltwerden dieser Frau verständlich. Und die Tatsachen über das gezielte Töten von etwa 2000 Menschen in der "Heilanstalt" Wehen durch Vergiften und Verhungern lassen (und das schon vor und auch noch nach den bekannten T4-Aktionen ) kamen durch die Nachforschungen von Margerete Oelkers ebenso wie das Weitermachen eines Großteils der für die Verbrechen Verantwortlichen "als sei nichts geschehen" durchaus klar zur Darstellung. Die öffentliche Aufklärung über die Verbrechen geschah erst 1996 durch hartnäckige Nachforschungen des Oldenburger Historikers Ingo Harms (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Pathologie_Wehnen ). Es lohnt sich, am nächsten Montag (7. Mai) um 20:15 den Film im ZDF anzusehen.

Ein Film der - ebenfalls auf Basis eines realen Falls - unmittelbarer einen Aspekt der "Krankenmorde" im deutschen Faschismus zeigt ist "Nebel im August" (https://de.wikipedia.org /wiki/Nebel_im_August ). Er wurde von Lehrer Frank Häußler ebenfalls in seinem Geschichtskurs gezeigt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Kurses werden auch die Darlegungen bei der Stolpersteinverlegung für die Euthanasieopfer am 16. Mai beisteuern ( http://www.attac-netzwerk.de/ruesselsheim/ termine/eventansicht/cal/event// view- list%7Cpage_id-9194/tx_cal_phpicalendar// 8_Stolpersteinverlegung_ Ruessesheim_fuer_Euthanasieopfer/ )

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