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Leserbrief von Bernd Peter vom 29.10.2018:

Warum müssen Städte wachsen?

Zum Thema Eselswiese und zum Leserbrief von Jochen Müller (Echo vom 2. Oktober):

Der Leser hat recht, wenn er auf die notwendige Infrastruktur im Zusammenhang mit der geplanten Neubebauung der Eselswiese hinweist. Ergänzend frage ich, was denn mit der Umgehungsstraße ist, die in der Ortsbeiratssitzung beiläufig angesprochen wurde? Ist die in den 60 Hektar schon drin oder werden zusätzliche Flächen versiegelt? Die Kläranlage muss auch erweitert werden – auf zusätzlicher Fläche?

In der Fernsehsendung Report Mainz vom 4. September war zu erfahren, dass in Deutschland jeden Tag eine Fläche von 85 Fußballfeldern versiegelt wird, unumkehrbar. „Wertvolle, fruchtbare Böden kann man nicht zurückholen. Die Speicherfunktion des Bodens für Wasser wird man im Klimawandel dringend brauchen“, hieß es.

Wie lange soll man da noch zuschauen? Es heißt, Städte müssten wachsen. Warum? Und auf wessen Kosten? Gibt man dem Druck auf den Wohnungsmarkt nach, befeuert man die Landflucht. Wodurch es sich noch weniger rentiert, dort in Infrastruktur zu investieren. Man muss diesen Teufelskreis durchbrechen.

Aber es geht ja wie immer ums Geld. Die Stadt möchte zusätzliche Steuerzahler, die Grundstücksbesitzer freuen sich natürlich schon auf die Gewinne (obwohl die durch die Beteiligung an den Erschließungskosten geringer ausfallen werden als erhofft). Und die Planungsbüros wollen auch leben.

Der Flächennutzungsplan, auf den man sich stützt, ist ja „demokratisch zustande gekommen’“ aber ich zweifle, dass jedem Bürger die gewaltigen Dimensionen klar waren, als seine gewählten Vertreter dem Flächennutzungsplan (FNP) zugestimmt haben. Man muss sich mal ans südöstliche Eck des geplanten Gebietes stellen, um das wirklich zu erkennen. Man kann so einen FNP auch wieder ändern.

Bernd Peter

Rüsselsheim

 

 

   
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