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Leserbrief von Arthur Weger vom 10.01.2012:

Zur Haltung des Bezirksdenkmalpflegers Wionski zu den Abrissplänen des Opel-Altwerks

Was ist davon zu halten, wenn der Bezirksdenkmalpfleger sich bei der Abwägung zwischen Denkmalschutz und Einkaufszentrum unumwunden dafür ausspricht, “dass man eine Beseitigung denkmalgeschützter Teile mittrage”, während er es lediglich “aller Ehren wert” findet, sich gegen die Abrisspläne einzusetzen, Wünschenswertes aber ökonomisch nicht machbar sei?

Kritik gab es übrigens schon, als der Bebauungsplan beschlossen wurde. Danach sollten die Gebäude A7, A8, A10, B7 und B19 dem EKZ zum Opfer fallen. Das Ergebnis wurde als Kompromiss dargestellt, um zumindest den äußeren Riegel des Opel-Altwerks zu erhalten.

Davon ist heute keine Rede mehr. Weitere historisch wertvolle, denkmalgeschützte Gebäude (auch vom äußeren Riegel) sollen abgerissen werden. Wenn die Pläne umgesetzt werden, ist der älteste Teil des Opel-Altwerks mit dem Adamshof, dem A9, in dem das erste Fließband stand, für Generationen von Rüsselsheimer/innen ein Identifikationspunkt, unwiederbringlich verloren. Dann gibt es nur noch Fragmente des Herzstücks des Opel-Altwerks, die das EKZ aufhübschen sollen. Die Chance, das Opel-Altwerk als bedeutendes industrie-architektonisches Ensemble zu erhalten und durch eine sinnvolle Nutzung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wäre ein für allemal vertan. Dass es sich bei dem Opel-Altwerk um ein industrie-architektonisches Ensemble von Weltrang handelt, ist nebenbei keine Feststellung von Herrn Schirmbeck, er zitiert nur Dr. Christoph Mohr, ehemals Landeskonservator beim Landesamt für Denkmalpflege.

In einer Frankfurter Zeitung wurde Herr Wionski als “Löwe” bezeichnet, weil er sich für den Erhalt des ehemaligen Bundesrechnungshofes einsetzte, und hier in Rüsselsheim? Wer glaubt noch daran, dass er sich für den Erhalt weiterer interessanter und schützenswerter Gebäude Richtung Westen einsetzen wird, wenn wieder ökonomische Interessen (mit “sehr starken” Argumenten) geltend gemacht werden? Oder hat seine Haltung etwas damit zu tun, dass er ein guter Bekannter des EKZ-Architekten Hans-Uwe Schultze ist?

Ich habe jedenfalls kein Verständnis für die Abrisspläne des Opel-Altwerks und hoffe, dass deren Umsetzung noch verhindert werden kann.

Arthur Weger

 

 

   
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