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Pressemitteilung vom 24.6.2012:

Der folgende Bericht über den Besuch von Mitgliedern des Sozialausschusses der Stadtverordnetenversammlung und des Arbeitskreises Asyl Rüsselsheim in den Asylbewerberheimen am Flörsheimer Weg wird von der gesamten im Bericht aufgeführten Besuchergruppe getragen. Die erwähnte Anfrage der Linken/Liste Solidarität mit den Antworten befindet sich im Anhang.

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Sozialausschuss-Mitglieder besuchen Asylbewerberheime

Eine Gruppe von Mitgliedern des Sozialausschusses der Stadtverordnetenversammlung besuchte am vergangenen Donnerstag zusammen mit Dekan Hohmann als Vertreter des Arbeitskreises Asyl die Asylbewerberheime am Flörsheimer Weg.

Der Besuch kam auf Initiative von Heinz-Jürgen Krug (Linke/Liste Solidarität) zustande. Die linke Liste hatte zur Situation der Duldungsinhaber/innen und Asylbewerber/innen in Rüsselsheim eine 18-teilige Anfrage eingebracht. Die unmittelbaren Eindrücke durch den Besuch sollen neben den Informationen und Zahlen der Antwort auf die Anfrage als Diskussionsgrundlage in der nächsten Sitzung des Ausschusses dienen. Als Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen zeigten sich Gülhan Aydin-Katzer (Grüne), Adnan Dayankac (RFFW, Vorsitzender des Ausländerbeirats), Heinz-Jürgen Krug und Susanne Gieltowski (Ausschussvorsitzende, SPD) erfreut über die umsichtige Vorbereitung und Begleitung des Besuchs durch Annette Kresse als Leiterin des Bereich Wohnen/Asyl und Frank Scharpenberg, der mit einer halben Stelle die anspruchsvolle Aufgabe der Beratung und Betreuung der Flüchtlinge in den Heimen zu meistern hat.

Eine Führung durch die beiden Gebäude gab den Stadtverordneten einen Einblick in die schwierigen Lebensverhältnisse mit kleinen, meist zu zweit belegten Zimmern, jeweils zwei Küchen für etwa 40 Bewohnerinnen bzw. Bewohner, kargen sanitären Anlagen und Aufenthaltsräumen, die außer Tischen und Stühlen keine weiteren Anregungen bieten.

Insgesamt etwa zwei Stunden sprachen die Stadtverordneten und Kurt Hohmann dann jeweils mit einer Gruppe von Frauen bzw. Männern der momentan zum größten Teil aus Pakistan stammenden Bewohner. Auch in den Heimen lebende Kinder berichteten von ihren Erfahrungen in Kitas und Schulen.

Für diejenigen, die sich zum Teil seit Jahren im Anerkennungsverfahrung befinden, ist die Hauptsorge natürlich das Erlangen der Aufenthaltserlaubnis. Für viele ist die Trennung vom im Herkunftsland lebendem Ehemann oder Ehefrau und Kindern das bedrückendste Problem und der meist vergebliche Versuch eine Wohnung und Arbeit zu erlangen, um den Nachzug zu ermöglichen, der stete Hintergrund des täglichen Lebens.
Dass einige der im Heim lebenden von den noch weit unter den Hartz 4 – Sätzen liegenden Zuwendungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz es noch schaffen, ihren Anteil an den Deutschkursen zu bezahlen, wurde von den Besuchern beeindruckt zur Kenntnis genommen.

Der Wunsch der meist der Ahmadiyya-Gemeinde angehörigen Muslime nach einem Moscheeraum war ebenso Thema wie die Möglichkeiten der täglichen Langeweile durch ehrenamtliche Arbeiten, kulturelle Betätigung oder gemeinsames Fußballspielen zu entgehen.

Neben besonders tragischen Einzelfällen, die mit Unterstützung von engagierten Stadtverordneten baldmöglichst im Arbeitskreis Asyl aufgegriffen werden sollen, nahmen Dekan Hohmann und die PolitikerInnen die Aufgabe mit, sich bei den Wohnungs-gesellschaften für mehr geeigneten Wohnraum auch außerhalb der Heime einzusetzen. Konsens in der Besuchergruppe bestand auch über die Notwendigkeit der Aufstockung der Betreuungs- und Beratungskapazität für Flüchtlinge in Rüsselsheim.

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Für Rückfragen:
Heinz-Jürgen Krug
Tel.: 06142-561445 und 0151-40393016

 


Anfrage der Linken/Liste Solidarität
    mit den Antworten des Magistrats

 

 

   
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