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02.03.2017

Kommentar von Heinz-Jürgen Krug zu Patrick Burghardts Reaktion auf die Hessentagsbaustellenanfrage des Bündnisses

Aschermittwoch: „Beleidischd Lewwerwörschdsche“ spielt Versteck

Die schon bekannten reflexartigen Reaktionsmuster zeigt Patrick Burghardt, Rüsselsheimer OB und Planungsdezernent auf die 22-teilige Anfrage des Bündnisses von SPD, Grünen, WsR und Linke/Soli zu den Baumaßnahmen um Markt- und Friedensplatz.
Ganz analog war das z.B. bei den Vorschlägen zur Entwicklung von Karstadt+drumherum sowie „Quartier am Ostpark“ und bei der Debatte um die Verpflichtung der „Gangsta-Rapper“ Kollegah und Farid Bang. Auf der einen Seite der Versuch, als „beleidischd Lewwerwörschdsche“  Alternativvorschläge bzw. kritische Fragen als „in-die-Beine-grätschen“ missgünstiger politischer Gegner darzustellen, die dem großen Macher keine Erfolge gönnen wollen. Auf der anderen Seite die dazu im Widerspruch stehende rhetorische Figur des „da muss ich mich aber vor die Mitarbeiter der Verwaltung stellen, die damit angegriffen werden“. Damit versucht er ja von der Kritik an ihm als politisch Verantwortlichen und Handelnden abzulenken und sich hinter gar nicht kritisierten anderen zu verstecken. So auch im Falle der aktuellen Anfrage. Zum einen seine Darstellung der Anfrager als von „parteipolitischen Interssen“ (igitt!) geleitet. Ganz im Gegensatz zu ihm, der die „Entwicklung der Innenstadt“ im Blick hat. Zum anderen der Versuch, die mit der Aufklärungsabsicht verbundene Kritik an von ihm zu verantwortender mangelnder Kommunikation und Einbindung umzudeuten in  einen „Affront gegen sämtliche beteiligten Planer und Büros, die schon viele Projekte erfolgreich umgesetzt haben.“
Dass das argumentative Desaster nicht nur daran liegen kann, dass hier zwei Module aus dem Kurs „Rhetorik für CDU-(Ober)bürgermeister“ unüberlegt nebeneinander angewendet werden, zeigt die Analogie zum Verhalten des als „Gangsta-Rapper“ bezeichneten Felix Blume aka Kollegah bei der Debatte um seine gewaltverherrlichenden, frauenfeindlichen, homophoben und antisemitische Klischees propagierenden Texte und Videos. Zum einen stilisiert er sich darin zum alles beherrschenden Boss/King/Führer. Nimmt gerne den Echo-Preis für seine CD „King“ mit dem Song „Sanduhr“ entgegen, lässt auch gerne in allen möglichen analogen und digitalen Medien „Sanduhr“ als seinen Song bewerben. Wenn dann aber die Kritik an die in diesem Song propagierten antisemitischen Stereotypen vom zerstörerischen jüdischen Zinssatz und dem allmächtigen jüdischen Anwalt zu unbequem wird, ist die Luft aus dem sich muskulär und verbal aufblasenden großen Boss blitzschnell raus und er versteckt sich hinter dem die zweite Strophe seines Songs mit den inkriminierten Textstellen rappenden kleinen Rapper Favorite.

 

 

   
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