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11.09.2018

Facebook-Kommentar von Heinz-Jürgen Krug

Eine Justizministerin, zwei UN-Konventionen
und alle Wissenschaftler



Eine interessante Veranstaltung zum Thema „Kinderrechte und Kindeswohl“ gab es letzten Mittwoch im Rathaus beim „Forum Amtsgericht Rüsselsheim“. Hier der Bericht im Rüsselsheimer Echo. http://www.ruesselsheimer-echo.de/lokales/ruesselsheim/ Welche-Rechte-haben-Kinder;art57641,3098611 (der in der Main-Spitze ist nicht online). Das Thema der Veranstaltung knüpfte an Aktivitäten in der Stadt an, gut sichtbar durch die vom Kinderschutzbund, insbesondere Ingrid Biedert (mit innerfamiliären Rückhalt ;-) initiierte Malaktion an Kitas und Schulen zu den Kinderrechten. Die mündete zum einen in einer Ausstellung im Rathaus (  https://www.main-spitze.de/lokales/ kreis-gross-gerau/ruesselsheim/kinder-malen-zum-thema-kinderrechte_18783908 ) zum anderen in der Aufbringung von 12 der Zeichnungen auf Stromverteilerkästen in der Stadt (http://www.ruesselsheimer-echo.de/lokales/ruesselsheim/ Wenn-der-Stromkasten-zur-bunten-Plattform-wird; art57641,3036259 ).

Ergänzend zur Zeitungsberichterstattung zwei Beobachtungen:
a) Der einladende Amtsgerichtsdirektor Harald Walther hielt so nebenbei eine kleine Laudatio wegen der hervorragenden Zusammenarbeit von Stadt und Amtsgericht bei diffizilen Themen auf Bürgermeister Grieser. Die könnte frau/man geradezu, um mal an aktuelle Diskussionen anzuknüpfen, für eine unbeabsichtigte Wahlkampfrede halten. Es waren allerdings nur drei Wahlberechtigte (= Stadtverordnete) anwesend. Und von zweien davon weiß ich definitiv, dass sie schon wissen, wie sie abstimmen werden.


b) Sowohl bei der Referentin Prof. Dr. Katharina Gerarts (die die von ihr federführend erarbeitete Hessische Kinder- und Jugendrechte-Charta https://soziales.hessen.de/charta vorstellte und für die Zustimmung zur Aufnahme der Kinderrechte in die hess. Verfassung (https://www.makista.de/ projekte/kinderrechte-in-die-hessische-verfassung/ ) bei der Abstimmung am 28. Oktober als auch in der abschließenden Podiumsdiskussion durch Alexandra von Müller (Landesschülervertretung ) spielte das Thema Inklusion, also
der Zusammenhang der beiden UN-Konventionen zu Kinderrechten (https://www.kinderrechtskonvention.info/ ) und Behindertenrechten (http://www.un.org/Depts/german/ uebereinkommen/ar61106-dbgbl.pdf ), eine wichtige Rolle.

Als dann Frau Kühne-Hörmann (hess. Justizministerin, CDU) meinte, die energischen Inklusionsbefürworter seien ideologisch getrieben, sie/die CDU würde auf jeden Fall die Förderschulen erhalten, alle Wissenschaftler und die Sonderpädagogen würden das befürworten, in der Regelschule würden Kinder mit besonderem Förderbedarf in der Masse untergehen, habe ich mich dann, obwohl ich eigentlich nur zum Zuhören und Lernen gekommen war, zu Wort gemeldet. Und darauf hingewiesen, dass beileibe nicht alle Wissenschaftler den Erhalt von Förderschulen befürworteten, sehr viele Sonderpädagogen sehr für die Inklusion in die Regelschulen plädieren, die Inklusion allerdings durch völlig ungenügende finanzielle und personelle Ressourcen ausgebremst wird (die UN-Konvention wurde vor fast 12 Jahren beschlossen,  Deutschland trat 2009 bei), dass also gerade ihre Ideologie- und Untergehen-in-Masse und Alle-Wissenschaftler-Behauptungen ideologisch seien.

 

 

   
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