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Presseerklärung vom 08.10.2020:

Umwelthammer als Aufforderung zum Umdenken 

Die Gletscher der Arktis und Grönlands schmelzen beschleunigt, der Permafrost Sibiriens droht aufzutauen, riesige Waldflächen in Kalifornien und Brasilien brennen, die Wälder in Deutschland leiden unter der Dürre. Weltweit nimmt die Zahl der Naturkatastrophen zu.

Die Linke/Liste Solidarität sieht angesichts der globalen Warnsignale für eine Beschleunigung der Klimakrise eine verschärfte Notwendigkeit auch auf kommunaler Ebene bei allen Maßnahmen die Folgen für Klima und Umwelt zu beachten. Genau dies hatte auch die Stadtverordnetenversammlung mit der Ausrufung des kommunalen Klimanotstands beschlossen. Genau dies aber missachtet die Magistratsmehrheit mit ihrem Festklammern an der Austragung des Technofestivals im Landschaftsschutzgebiet auf den Mainwiesen.

Die linke Liste begrüßt daher die Verleihung des „Umwelthammers“ durch den Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) an den Magistrat genauso als Aufforderung zum Umdenken wie die aktuelle Stellungnahme der evangelischen Kirche und die Feststellungen der Unteren Naturschutzbehörde in Rüsselsheim und der Oberen Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium. Die Konsequenz aus den Fehlern der Vergangenheit, die dazu geführt haben, dass die Mainwiesen ihre Funktion als Kaltluftschneise, zum Hochwasserschutz und als Lebensraum für diverse Tierarten nur noch eingeschränkt wahrnehmen, kann und darf nicht darin bestehen, sie ganz aus dem Landschaftsschutzgebiet heraus zu nehmen und zur potentiell zerstörerischen Nutzung freizugeben. Vielmehr ist das vorhandene Aufwertungspotential des Gebiets zu nutzen, um die notwendigen Funktionen und die gewünschten Wirkungen wieder in vollem Umfang herzustellen.

Die Veranstalter des Technofestival „Love Family Park“ sind, wie von der linken Liste in einem Antrag bereits 2019 gefordert, bei der Findung einer anderen Veranstaltungsfläche zu unterstützen. Auch das automobile Klassikertreffen sollte aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden.
So könnte die wichtige Funktion der Mainwiesen als Bestandteil („Trittsteinbiotop“) der Biotopvernetzung im gesamten Landschaftsschutzgebiet Hessische Mainauen gefestigt werden. Und nur so würde die Forderung des Bundesnaturschutz-gesetzes erfüllt, dass „Flussauen als Lebensstätten und Biotope für natürlich vorkommende Tier- und Pflanzenarten zu erhalten“ und dass sie „so weiterzuentwickeln sind, dass sie ihre großräumige Vernetzungsfunktion auf Dauer erfüllen können.“

 

 

 

   
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