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Medienreflexe Dezember 2013

1) Linker Nörgler ohne Argumente ?

Am Freitag in der Main-Spitze ein Bericht über einiges aus der Rüsselsheimer Stadtverordnetenversammlung vom Donnerstag, 12.12.2013:
http://www.main-spitze.de/lokales/ruesselsheim/noch-keine-entscheidung-zu-laermschutzwaenden-an-bahn_13702381.htm

Darin zur Drucksache „Gemeinsam mit den Völkern Europas des 1. Weltkrieges gedenken“: „Einzig Heinz-Jürgen Krug (Linke/Liste Solidarität) bezeichnete die Drucksache als ungenügend.“ Und warum tat er das? Weil die Linken halt immer rumnörgeln? Als Main-Spitze-Leserin erfährt frau/man jedenfalls kein einziges der Argumente, die ich vorbrachte. Die reichten von der Verwendung des verschleiernden Begriffs „Urkatastrophe“ (George F. Kennan 1979), die damals über die unbefleckte „westliche Zivilisation“ irgendwie hereinbrach, was aber alleine kein Grund für eine Nicht-Zustimmung zur Drucksache gewesen wäre. Das wesentliche war die Tendenz zur Einengung des Gedenkens auf die Achse Deutschland, Frankreich, Großbritannien, also den NATO-Partnern der „westlichen Zivilisation“ mit denen „wir“ seit 1999 gemeinsam wieder in die „neuen Kriege“ ziehen. Die (Zitat 1914) kulturell minderwertigen Slawen und die (Zitate heute) faulen, korrupten Südeuropäer fallen weg, die „Kolonialvölker“ anscheinend sowieso.

Zusätzlich habe ich darauf hingewiesen, dass die Leitmedien-Journalisten schon Schaum vorm Mund zeigen, wenn Deutschland mal nicht direkt mitbombt, wie in Libyen und habe zu den Bemühungen, die Bereitschaft von Land und Leuten zur ständigen Kriegsbereitschaft zu steigern, den ZEIT-Redakteur Bittner, den amtierenden Bundespräsidenten Gauck, die „Verteidigungspolitischen Richtlinien“ von 2011 und ganz aktuell die Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU/SPD als Belege angeführt.

Und Erich Kästners „Stimmen aus dem Massengrab“ von 1928 als damalige Stimme gegen ein Gedenken, das in die verharmlosende bis kriegsrechtfertigende Richtung geht (was bei den angedachten Kunstprojekten ja nicht so sein muss), zitiert.


2) Köstliches Rezept:
Zeitungsente auf Dumm-Gebabbel-Jus
(wird immer wieder gern genommen):

Ebenfalls in der Main-Spitze:
http://www.main-spitze.de/lokales/ruesselsheim/noch-keine-entscheidung-zu-laermschutzwaenden-an-bahn_13702381.htm

„Die Linken fanden keine Zustimmung ….

Auch ihr Antrag, die in diesem Jahr nicht ausgegebenen 75 000 Euro für die Spielplatzunterhaltung auf 2015 zu verschieben, wurde bei drei Enthaltungen der RFFW nicht unterstützt. „Sie versuchen, ein negatives Bild aufzubauen, das nicht existiert“, kritisierte Christian Vogt (Grüne), dass die Linken so täten, als würden die Spielplätze nicht instand gehalten. Er gehe davon aus, dass gehandelt werde, wenn dies notwendig sei, was 2013 aber nicht der Fall gewesen zu sein scheine.“

Frau/man muss sich ja als Journalistin und offenbar auch als Vorsitzender des Bauausschusses nicht mit den Unterschieden zwischen Haushaltspositionen für laufende Instandhaltung und für Investitionen auskennen. Aber zumindest, wenn man in der Stadtverordnetenversammlung zu einer Sache Stellung nehmen will, sollte man sich die Sache doch mal angesehen haben. Oder demjenigen, der den Antrag begründet, einfach zuhören. Also nochmal: für laufende Unterhaltung stehen im Haushalt 2013 etwa 360.000 Euro (übrigens ein Drittel weniger als 2011), die 75.000 Euro sind jährliche Investitionen für Umbauten und Neugestaltung – und eine solche Auffrischung täte einigen der 61 Spielplätze gut. Außerdem könnte damit, so es die StVV-Mehrheit denn beschließen sollte, auch die Aufbereitung des – wahrscheinlich wegen des BMX-Dirt-Parks dann verkleinerten – Ballspielplatzes am Rodelberg finanziert werden.

Die Aussagen von Christian Vogt, die Linken würden immer alles Schlechtreden, sind also einfach „dumm Gebabbel“. Und im Übrigen steht im Schüllermann-Gutachten zur Haushalts-„Konsolidierung“ zu den Spielplätzen: „ … andere weisen einen sanierungsbedürftigem Zustand auf“.

Heinz-Jürgen Krug

 

 

   
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