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Medienreflex September 2015:

Ein Freund, ein guter Freund …

Raunheims Bürgermeister Thomas Jühe, auch Vorsitzender der Fluglärmkommission Frankfurt, hat ein Interview gegeben
http://www.ruesselsheimer-echo.de/lokales/ruesselsheim/
BI-Forderungen-nicht-zu-eigen-machen;art57641,1613154

  – und Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt zeigt sich in facebook begeistert. Schon die Überschrift hat’s ihm angetan: „BI-Forderungen nicht zu eigen machen“. Na klar, auch wenn so eine BI-Forderung noch so vernünftig ist, die einfach so akzeptieren? Nee, nee, wie mein Enkel zu sagen pflegt. Zum Glück ließ sich der geplante Abriss der Rüsselsheimer Großsporthalle gegen den Willen vieler Bürger nicht durchsetzen, zum Glück konnte die BI Pro Opel-Altwerk mit dazu beitragen, dass das wertvolle Industriedenkmal nicht zu einem großen Teil für ein Einkaufszentrum abgerissen wurde, leider wird trotz 11.000 Unterschriften, die die BI Pro Lachebad sammelte, das existierende Bad (mit Sprungturm, Cafeteria und Platz ums Becken rum) nicht repariert, nee, nee, sondern abgerissen und durch einen im Vergleich zur Reparatur mindestens 7 Millionen Euro teureren Neubau (ohne alles) ersetzt. Und die BI-Forderung zum Erhalt des Baumbestandes auf dem Marktplatz? Nee, nee, das kann man/er sich gar nicht zu eigen machen.

Und was hat Herr Jühe sonst noch Begeisterndes zu bieten. Beschimpfungen des Bündnisses der Bürgerinitiativen (BBI) zum Beispiel. Die haben nämlich angeblich die „gefährliche Position“ „Lärmminderungen am Flugzeug, lärmarme Flugverfahren und rechtskonforme Lärmobergrenzen“ abzulehnen. Eine Ablehnung von Lärmminderungen habe ich allerdings von der BBI noch nie gehört, finde ich auch auf deren Website nicht, dafür das:
http://www.flughafen-bi.de/Fakten%20und%20Argumente
/verbesserungspotential_fluglaermbekaempfung_beckers.pdf

oder aktuell das
http://www.scheffler.bplaced.net/wordpress/info-koffer/
laermminderungsziele-statt-laermobergrenzen
.

Und mal angenommen, es gelänge die Lärmwirkung (und auch den Ausstoß klimaschädlicher und gesundheitsschädlicher Stoffe) pro Flugzeug in den nächsten 10 Jahren um 20 Prozent zu senken. Wenn in der Zeit aber die Anzahl der Flugbewegungen um 50% steigt - und das war von Fraport ja mithilfe der neuen Landebahn + Terminal 3 eigentlich schon bis 2020 geplant, von jetzt 469 Tsd auf dann 701 Tsd - so verbliebe ein Anstieg von Lärm und Schadstoffen um 20% (0,8*1,5 = 1,2). Eine Katastrophe für Menschen und Umwelt! Die Forderung des BBI, die Anzahl der Flugbewegungen auf 380.000 (den Wert von 1995/96) zu reduzieren ist also ein vernünftiges und sogar gemäßigtes Ziel. Jühe dagegen versucht die Ziele des BBI als „absurd“ zu denunzieren und ihn mit „wenn aber die Aussagen nicht stimmen“ der Lüge zu bezichtigen. Dass sich Burghardt in solchen Formulierungen wiederfindet, ist angesichts der Erfahrungen, die Vertrauenspersonen der Lachebad BI und der Hauptmannschul-BI mit ähnlichen Versuchen seinerseits machen mussten, nicht überraschend, nee, nee.

 

 

   
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